Oberhalb des südlichen Einganges finden wir die Kreuzwegszene mit dem Schweißtuch der Veronika. An einer Strebe am Eingang ist der dornengekrönte Erlöser mit dem Spottmantel dargestellt. Vor ihm kniet rechts ein Ritter im Kettenhemd, den Dolch („Gnadegott“) im Gurt. Darunter ist das Wappen des Abtes Ulrich Haug (1475 - 1483). Am Turm befindet sich ein eindruckvolles Steinbild des Schmerzensmannes mit Konsolwappen des Abtes Otto Fuchs von Dornheim (1365 - 1387). Es ist erstaunlich gut erhalten, wenn auch die Abdeckung fehlt.
An der Südostecke des Langhauses entdeckt man die Wappentafel der Adelsgeschlechter Haug, Brunn, Redwitz und Heußenstein. Es liegt nahe, dass es das Wappen des Edlen Walter von Haug von Rattelsdorf ist, der im Jahre 1394 seine Michelsberger Lehen dem Kloster um 1150 Pfund Heller verkaufte.
Im Inneren finden wir an der linken Chorwand den Heiland, eine Rute und eine Geißel haltend. Auch die Steinmetzsymbolik hat an den zwei Trägern der Wölberippen des Chors ihre Spur hinterlassen: Die Büste eines Mannes, der den Finger auf den Mund legt, sagt uns: Schweiget Ihr! Gegenüber ein schlichthaariges Mannsbild, legt die Hand an die Stirn und deutet somit an: Denkt nach! Was angesichts des Hochaltars auch sehr angebracht ist. Vor ihm kniet ein Geistlicher im Chormantel mit dem Fuchsschen Wappen.
Auf dem Taufstein befand sich eine Statuettengruppe, die Taufe Jesu darstellend. Sehr wertvoll ist die Pieta an der Nordwand (eine Bamberger Arbeit des frühen 16. Jahrhunderts). In der Nische unter der Empore ist der Leidende Heiland zu sehen. Weitere Figuren stellen den Hl. Wendelin, den Hl. Sebastian und den Hl. Laurentius dar. Die Schutzengelfigur wird am Schutzengelfest (1. Sonntag im September), dem Stiftungsfest des St. Michaelsvereins, in der Prozession mitgetragen. Zu vermerken ist auch, dass bei Prozessionen ein Baldachin für das Allerheiligste mitgetragen wird, der außerhalb der Prozessionszeiten abgebaut in einem Schrank aufbewahrt wird.
Die 14 Kreuzwegstationen sind in Öl auf Leinwand gemalt, haben Rokokorahmen und entstanden um 1755. Sie wurden von Wohltätern gestiftet und 1783 vergoldet. Bei der Beschaffung kostete jedes Stationsbild 20 fl. Leider konnten noch keine Namen der Künstler ermittelt werden, die die Ausstattung der Kirche geschaffen haben.