Seniorenfahrt des Pfarrgemeinderates

Viele interessante Projekte angesehen

38 gut gelaunte Seniorinnen und Senioren machten sich auf Einladung des Pfarrgemeinderats zur diesjährigen Seniorenfahrt in den Frankenwald. Mit einem Bus der Firma Hasler und Fahrer Sebastian ging die Reise mit PGR-Vorsitzenden Lorenz Mai zuerst in das Wasserschloss nach Mitwitz. Dieses wurde erstmals 1266 urkundlich erwähnt. Es gehörte damals als bambergisches Lehen den Freiherren von Schaumberg. 1425 wurden die in der Umgebung reich begüterten ritterlichen Herren von Rosenau Eigentümer des Schlosses. Ende des 16. Jahrhunderts ließ Hans Veit I. von Würzburg aus dem gleichnamigen Adelsgeschlecht derer von Würzburg das Schloss wieder aufbauen und zu seiner heutigen äußeren Gestalt erweitern. Bis zum Tod von Ludwig Freiherr von Würzburg im Jahre 1922 war die Anlage im Besitz der Freiherren von Würzburg. In den Jahren 1977 bis 1989 sanierte der Landkreis Kronach das Schloss und erhielt dafür ein Nutzungsrecht. Im Schloss befindet sich die Ökologische Bildungsstätte Oberfranken und die Imkerschule Oberfranken mit einem kleinen Imkereimuseum. Heute werden das Schloss und der angrenzende Park regelmäßig für kulturelle Veranstaltungen, Märkte und Feste genutzt. Mit einem im Dezember 2019 unterzeichneten Kaufvertrag erwarb der Landkreis Kronach das Schloss von der Familie Cramer-Klett. In zwei Gruppen aufgeteilt konnten wir die prachtvollen Zimmer mit deren Einrichtungen besichtigen und die mit Trachten herausgeputzten Führerinnen erzählten uns aus deren Geschichte. Mit vielen Eindrücken von diesem alten Wasserschloss liefen wir zum Mittagessen hinüber zum Hotelgasthof Wasserschloss.
Gestärkt fuhren wir nach dem Mittagessen weiter nach Kleintettau ins Glasmuseum der Firma Heinz. Dort wurden wir herzlich empfangen. Die Glasmachertradition der Familie Heinz reicht bis 1523, die des Unternehmens HEINZ-GLAS rund 400 Jahre bis 1622 zurück. Heute gehört HEINZ-GLAS zu den Weltmarktführern in der Herstellung und Veredelung von Glasflakons und Verschlüssen für die Parfüm- und Kosmetikindustrie. Nach einem kurzen Überblick zur Geschichte dieses Glasmuseums wurden wir wiederum in zwei Gruppen durch die einzelnen Abteilungen geführt und erfuhren sehr viel über deren Arbeit, aus was das Glas hergestellt wird, wie dort über all die Jahre gearbeitet wurde und jetzt mit den veränderten Energie-Vorschriften gearbeitet wird und was das für die Firma bedeutet.
Dann fuhren wir gleich hinüber zum Tropenhaus in Kleintettau. Klein-Eden heißt das Tropenhaus, unter dessen Glasdach auf rund 3.500 m² exotische Früchte mit Hilfe von industrieller Abwärme klimafreundlich in deren Anbau erforscht und erzeugt werden. In Klein Eden werden viele Früchte wie z.B. Papaya, Maracuja, Sternfrucht, tropische Zitrus-Arten und vieles mehr frisch angeboten, aber auch „Gewürze“ oder würzende Zutaten wie Zitronengras, Ingwer runden das Angebot ab. Die biozertifizierten und nachhaltig angebauten Früchte, Gemüse und Gewürze sind in der Erntesaison für Besucher erhältlich. 2011 ist dieser Betrieb als Referenzprojekt für die energieeffiziente Abwärmenutzung im Niedrigtemperaturbereich entstanden. Neben der eigenen Fischaufzucht gibt es noch zahlreiche Insekten, unter anderem auch die Hummel.
Nach der Führung hatte uns Busfahrer Sebastian für die missglückte Kaffeepause am Bus einen Kaffee ausgegeben. Dann traten wir wieder die Heimreise an. Zum Abschluss war dann die Abendeinkehr im Gasthaus „Karolinenhöhe“ in Trieb.
Neben diesem sehr informativen Teil der Reise, gab es viele gemütliche Pausen mit sehr anregenden Gesprächen. Der Dank der Reisenden gilt Lorenz Mai, der sich großartig um die Reisegruppe kümmerte.







