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Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt
Datum:
Veröffentlicht: 15.8.23
Von:
Manfred Jungkunz

Aus Tradition und christlicher Überzeugung schätzen wir die Bedeutung der Kräuterweihe

Kräuterweieh im Chor
Mariä Himmelfahrt

Das Fest Mariä Himmelfahrt geht auf ein Marienfest im 5. Jahrhundert zurück und wurde am 15. August gefeiert. Der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel wurde 1950 von Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben. Über die leibliche Auf-nahme Mariens wird zwar nicht in den kanonischen Schriften berichtet, jedoch werden einige Schriftstellen als Hinweise darauf gedeutet.

Die Tradition der Kräuterweihe ist seit dem 10. Jahrhundert überliefert. In Anlehnung an einen Text im Hohenlied Salomons im Alten Testament wird Maria in der Liturgie der Kirche als „Blume des Feldes und Lilie der Täler“ bezeichnet. In der Kräuterweihe wird auf die Fürsprache Mariens Gottes Heil erbeten. In den katholischen Gegenden ist dieser Feiertag auch heute noch ein arbeitsfreier Tag.

Aus Tradition und christlicher Überzeugung schätzen wir die Bedeutung der Kräuterweihe. Wir wollen uns bewusst sein, dass nicht die Natur uns braucht, aber wir brauchen die Natur und des-halb sind Ehrfurcht und Dank immer wieder angebracht. So freuen wir uns alle Jahre, wenn uns die Mannschaft vom Obst- und Gartenbauverein alle Jahre Blumen und Kräuter sammeln und diese als Wurzbüschel gebunden vor dem Festgottesdienst zum Fest Mariä Himmelfahrt zum Verkauf anbieten. Die Heilkraft der Kräuter symbolisiert auch die liebende Zuwendung Gottes zu Mensch und Tieren.

Zur Wort-Gottes-Feier zum Hochfest versammelten sich in der Pfarrkirche Zahlreiche gläubige. Geleitet wurde sie von Maria Frey und ihr Ehemann Hubert umrahmte diesen Wortgottesdienst mit der Zauberharfe. Organisten war Rita Wiesheier. Zur Kräutersegnung bat Maria Frey alle mit einem Gewürzbüschel nach vorne in den Chor zu kommen. Zum Schluss sang Organistin Rita Wiesheier noch das „Ave Maria“, wozu sich die Kirchenbesucher mit kräftigem Applaus bedank-ten.