Zur Entstehung
Erste Überlegungen gingen auf das Jahr 1852 zurück. Ein Feldkreuz, es stand außerhalb Birkachs in Richtung Ummersberg und wurde vom Sturm umgerissen. Es war damals der Wunsch, anstatt des Kreuzes ein Flurkapelle zu bauen. Doch danach kam der Gedanke, diese Kapelle in der Dorfmitte zu errichten. Aus diesem Grund trafen sich im Jahre 1856 in Birkach Pfarrer Georg Raab aus Döringstadt und der zuständige Landrichter aus Seßlach Herr Loewel um den möglichen Bauplatz zu inspizieren. Man entschied sich für die Dorfmitte und für eine Größe, dass alle Birkacher Platz hätten. Ingenieur Herr Drausnik erhielt den Auftrag die Kirche zu planen. Unter der Führung durch Baumeister Heinrich Salb aus Rattelsdorf ging der Bau gut voran, sodass am 25. September 1858 Richtfest gefeiert wurde.
Nach Fertigstellung der Kirche kümmerten sich Schreinermeister Johann und sein Bruder Andreas Reuter um die Inneneinrichtung. Ein großes Problem waren die Widerstände der Döringstadter, einschließlich Pfarrer Dickert. Birkach gehörte zur Pfarrei Döringstadt. Sie sprachen beim Erzbischof vor und wollten die Konsekration verhindern. Doch bei einer Firmung in Ebensfeld fiel der Birkacher Kriegsveteran Martin Hümmer vor dem Erzbischof Michael von Deinlein auf die Knie mit der inständigen Bitte diese Kirche zu konsekrieren, worauf dieser sein Jawort gab.
Am 19. Mai 1863 war Birkach im Festgewand, die Einwohner strahlten, als Erzbischof Michael von Deinlein ihre Kirche konsekrierte. Der Kirchweihtag wurde auf dem Sonntag nach Christi Himmelfahrt gelegt.
Birkach war weiterhin kirchlich der Pfarrei Döringstadt angehörig. Nach der Errichtung eines Pfarrhauses in Birkach im Jahre 1921 waren die Bestrebungen eine eigenständige Kuratiegemeinde zu werden, groß. Am 30. November 1922 zog Kaplan Konrad Weihrather als erster Kuratus ins Birkacher Pfarrhaus ein. Da er nur das Gehalt eines Kaplans erhielt, zahlte die Gemeinde das Geld zum Kuratus zu. Die Kuratie Birkach wurde aber vom Staat nicht anerkannt.
Am 22. Januar 1935 unterschreiben sämtliche Haushaltsvorstände von Birkach ein Gesuch um Entlassung der Gemeinde Birkach aus dem Pfarrverband Döringstadt. Birkach wollte in den Pfarrverband Rattelsdorf, und zwar in die Tochtergemeinde Medlitz, aufgenommen werden. Nach anfänglichen Einwänden der Döringstadter und Medlitzer Gemeinde, stimmte schließlich das Ordinariat am 22.05.1936 der Eingliederung zu.
Bauträger der Kirche ist der Markt Ebensfeld. Vor dem hundertfünfzigjährigen Jubiläum erfuhr die Kirche innen und außen eine Generalsanierung. So konnte die Kirchengemeinde 2013 ein sehr freudiges und würdiges Jubiläum in Anwesenheit von Erzbischof Dr. Ludwig Schick feiern.
Die Filialkirche in Birkach ist der Mutter Gottes geweiht. Das Patrozinium wird am 8. Dezember, den Tag der unbefleckten Aufnahme Mariens in den Himmel, gefeiert.
Die beiden Kirchenfenster im Chor zeigen das Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde in prächtigen Farben. Der Hauptaltar ist im gotischen Baustil gehalten. Hier grüßt uns in der Mitte die Mutter Gottes mit dem Jesuskind. Links und rechts die Eltern Joachim und Anna mit Maria. Eines der kostbarsten Figuren ist die Pieta, die schmerzhafte Mutter Gottes. Laut Überlieferung stammt diese Tonfigur aus dem vierzehnten Jahrhundert. Sie soll aus einer Klosterkirche stammen. Der Kreuzweg ist ein barockes Schnitzwerk aus Südtirol. Weiterhin weist eine Gedenktafel auf das Leben und Wirken von Dr. Dr. Johannes Baptist Dietz hin. Er war von 1939 bis 1959 Bischof von Fulda und war sehr mit seinem Heimatort Birkach verbunden.
Birkach ist Filialgemeinde der Kuratie Medlitz und Mitglied des katholischen Seelsorgebereichs Main- Itz.
