Ökumenischer Abend am 22.1.2026 in Rattelsdorf:„Unser Engagement für die Einheit der Christen muss Hand in Hand gehen, mit unserem Engagement für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt.“

Diesem Aufruf sind die KLB der Region Am Obermain, zusammen mit der evang. Kirchengemeinde und dem kath. Seelsorgebereich Rattelsdorf-Zapfendorf gefolgt mit der Einladung zu einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul in Rattelsdorf unter dem Motto
„Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“
Die Armenisch-Apostolische orthodoxe Kirche hat die Texte dazu verfasst, sie sind eine Adaption des „Sonnenaufgangsgebetes“ der armenischen Kirche: „Christus ist Licht vom Licht“ und gesandt: Gottes Licht in diese unruhige Welt zu bringen. Deshalb haben wir dabei auch dieses Licht von der Ökumene-Kerze ausgehend an die Besucher verteilt, um für den Frieden brennen zu können.
Pfarrer Philipp Janek und mehrere Lektorinnen und Lektoren aus den Kirchengemeinden gestalteten den feierlichen Gottesdienst aktiv mit, eindrucksvoll umrahmt vom Chor der evang. Kirchengemeinde Zapfendorf.
In der Gebetswoche der Einheit der Christen wird immer zu einer Spende aufgerufen. Im Rahmen des Projekts in den Little-Prince-Zentren in Shirak und Lori in Armenien werden benachteiligte Kinder und Jugendliche gefördert, um sie zu einem selbständigen und selbstbestimmten Leben zu befähigen.
356,30 € konnten für diese Arbeit an die Caritas überwiesen werden.
Maria Frey lud anschließend zu einem Vortrags- und Gesprächsabend ins Pfarrheim ein:
„Gelebte Ökumene ist möglich und notwendig“
und Pfarrer Janek konnte ca. 50 Teilnehmer/innen im Pfarrheim herzlich begrüßen.
PR Josef Gründel, stellvertretender Ökumenereferent der Erzdiözese Bamberg, zeigte uns die Anfänge der Ökumene-Arbeit im 18./19. Jahrhundert anhand von vier Säulen auf: geistliche Ökumenisierung - Missionierung – ab ca. 1925 hat sich auch die kath. Kirche beteiligt durch: prakt. Christentum - Life and Work und durch eine Kirchenverfassung Faith and Order.
Es gab große theologische Auseinandersetzungen, akademische Dialoge und Aufrufe, für den gemeinsamen Auftrag der Kirchen zu beten. Mit der Zeit gab es langsam Annäherungen, alle sind aufgerufen zu kooperieren und ihren Glauben in Vielfalt zu praktizieren durch:
Kirchliches Handeln in Diakonia - Dienst am Nächsten
Koinonia - Gemeinschaft leben – Sorge umeinander
Martyria - Glaubenszeugnis geben
Liturgia - Glauben in Gebet und Spiritualität zu praktizieren
z.B. in ökumen. Exerzitien
Eine wechselseitige Zulassung zum Abendmahl fehlt noch, ist aber im Werden.
„Was ist Kurseelsorge“ - dies machten uns die beiden Kurseelsorgerinnen, die ev. Pfarrerin Anja Bautz und die kath. PR Susanne Lindner aus Bad Staffelstein deutlich:
- Niederschwellige, sinnstiftende und konfessionsübergreifende Angebote B. dort,
wo die Menschen ihre Freizeit verbringen - unterschiedliche Traditionen fördern z.B. Pilgern zu Fuß oder mit Fahrrad
- Begegnungsräume schaffen und Besuchsdienste in Kliniken
- Kinoarbeit – gemeinsame Programme anbieten - lockere Fragestunden
- Talente entfalten und glaubwürdiges christl. Zeugnis geben
- Gegenseitig Gebäude nutzen und neue Formen ausprobieren und einander vertreten
- Gemeinsame Feste und Wallfahrten - Auszeiten zu Advent und Fastenzeit
- Kultur, Musik und Vorlesungen anbieten
- Mondschein-Spaziergang - und Abendsegen - Motorrad-Gottesdienste
- Angebote auf der Seebühne in Bad Staffelstein: Abendlieder singen mit Impulsen
- Kreative Angebote für die Seele - ökumen. Gottesdienste feiern
In der REHA-Klinik:
Sprechstunden – regelmäßige ökumen. Gottesdienste – regelmäßige Krankenbesuche
Fortbildungen bietet die evang. Pfarrerin an
Kontakt untereinander halten - gemeinsame Sitzungen kath.-evangelisch würden guttun.
Fazit: Die Menschen wollen Seelsorge - es fehlen noch viele Kümmerer!
Die beiden Referentinnen haben ihre Arbeit anhand vieler Fotos dargestellt, es war faszinierend, ihnen zuzuhören.
Die Teilnehmer/innen waren begeistert und auch überrascht von der Arbeit der beiden Kurseelsorgerinnen, ihre Wortmeldungen waren durchwegs positiv, einige Teilnehmer waren sogar an manchen Unternehmungen beteiligt, und:
Diese Art der Seelsorge ist noch einmalig in der Kirche in Bayern
Maria Frey von der KLB bedankte sich am Schluss bei Allen für ihr Mitfeiern und Mitbeten und bei den Referent/Innen für diesen sehr kurzweiligen und Hoffnung bringenden Abend, denn nur wenn beide Kirchen zusammenhalten, können sie dem Gegenwind in unserer Gesellschaft begegnen.
gez. Maria Frey











