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MISEREOR HUNGERTUCH - AUSSTELLUNG

MISEREOR HUNGERTUCH - AUSSTELLUNG
Datum:
Veröffentlicht: 14.3.23
Von:
Manfred Jungkunz

Bereits zur Eröffnung kamen zahlreiche Gäste und bestaunten die ausgestellten Bilder dieser Hungertücher.

An den Fastensonntagen bietet Klaus Schmittlutz zusätzlich jeweils um 14.30 Uhr eine Führung durch die Ausstellung an. Zudem sind hier Hefte über diese Misereor Hungertücher erhältlich. Im Nachgang kann bei Kaffee und Kuchen im Pfarrheim noch über das Gesehene mit dem Initiator diskutiert werden.
MISEREOR HUNGERTUCH - AUSSTELLUNG

Seit 1976 erscheint beim Misereor Hilfswerk alle zwei Jahre ein aktuelles Hungertuch zur Fastenzeit. Doch was steckt hinter diesen Tüchern? Woher kommt ihr Name und wie weit geht die Geschichte zurück? All diese Fragen behandelt eine Aus¬stellung die seit 4. März bis ein¬schließlich Palmsonntag in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Rattelsdorf zu sehen ist.

Bereits zur Eröffnung kamen zahlreiche Gäste und bestaunten die ausgestellten Bilder dieser Hungertücher. Die Hungertuch-Idee entstammt einem alten, kirchlichen Brauch, der bis vor das Jahr 1000 n. Chr. zurückgeht. Die Tücher zeigten Bildmo¬tive aus der Heilsgeschichte des Alten und Neuen Testaments. Einerseits verdeckten sie das heilige Ge¬schehen am Altar, andererseits erzählten sie die bib¬lischen Geschichten von der Schöpfung bis zur Wie¬derkunft Christi und stellten so als „Armenbibel“ der des Lesens meist unkundigen Gemeinde die Heilsge¬schichte in Bildern vor Augen.

Das bischöfliche Hilfs¬werk MISEREOR hat 1976 die Tradition der Hungertü¬cher wieder aufgegriffen und ihr eine weltweite Reso¬nanz verschafft. Alle zwei Jahre wird ein neues Bild von engagierten Künstlerinnen aus Afrika, Lateinamerika und Asien gestaltet und ermöglicht Einsichten in das Leben und den Glauben von Menschen uns fremder Kulturen. Die modernen Bilder laden, ganz in der Tra¬dition der mittelalterlichen Tücher, zur Betrachtung des Leidens Christi ein. Neu daran ist, dass eine Verbin¬dung mit dem Hunger und der Armut, aber auch dem kulturellen und spirituellen Reichtum der Menschen in den Ländern des Südens hergestellt wird.

Im Laufe der Jahrzehnte wurden die MISEREOR-Hungertücher in vielen christ¬lichen Kirchen zu einem festen Bestandteil der Fa¬stenzeit. Sie geben mit ihrer eindrucksvollen und viel¬fältigen Bildsprache Zeugnis von der Solidarität mit den Armen, Schwachen und Ausgegrenzten und sind immer auch Anfrage an unser Christsein und unseren Lebensstil.

Führungen

Der Rattelsdorfer Klaus Schmittlutz, Mitglied des örtlichen Pfarrgemeinderates, hatte sich bereits in den Anfangsjahren bei diesem Hilfswerk engagiert und so für seine Heimatpfarrei jedes Mal das aktuelle großflächige Hungertuch gespendet, das im Chor der Pfarrkirche während der Fastenzeit aufgehängt wurde. Mehrmals hatte er auch ein weiteres beim „Kreuzweg durch die Flur“ am Karfreitag mittragen lassen.

Seit dem 5.März 2023 findet nun in der Pfarrei Sankt Peter und Paul in Rattelsdorf diese Hungertuch Ausstellung statt. Es werden 22 Hungertücher von 1976 bis 2021 gezeigt und auch das aktuelle Hungertuch 2023 hängt in der Pfarrkirche. An den vergangenen Sonntagen kamen zu den Rattelsdorfern auch zahlreiche Gäste aus dem Bamberger Umland. Besonders zu erwähnen ist, dass der Guardian & Rektor Pater Maximilian Wagner von Vierzehnheiligen diese Hungertuch-Ausstellung besucht hat. Er hat sich über die Präsentation sehr gefreut. Die aktuelle Ausstellung findet weiterhin zu den Öffnungszeiten der Pfarrkirche und an den Fastensonntagen mit Klaus Schmittlutz jeweils um 14.30 Uhr mit einer Führung statt. Zudem sind hier Hefte über diese Misereor Hungertücher erhältlich. Im Nachgang kann bei Kaffee und Kuchen im Pfarrheim noch über das Gesehene mit dem Initiator diskutiert werden.

MISEREOR HUNGERTUCH - AUSSTELLUNG
MISEREOR HUNGERTUCH - AUSSTELLUNG
MISEREOR HUNGERTUCH - AUSSTELLUNG
MISEREOR HUNGERTUCH - AUSSTELLUNG
MISEREOR HUNGERTUCH - AUSSTELLUNG
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